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Bei der Frage, auf welche Art und Weise die zukünftige Auszahlung der Altersvorsorge erfolgen soll, entscheiden sich viele Menschen nach dem Motto "Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach" und übersehen dabei völlig, dass sie diese Einstellung oft teuer bezahlen.
Für ca. 80 % aller Menschen ist es in Wirklichkeit kein Problem, statt einer Kapitalauszahlung eine lebenslange Leibrente zu wählen. Warum nicht?
Folgende Grafik verdeutlicht den Grund: Während der Ansparphase wir im Versicherungsvertrag ein Guthaben verzinslich angespart. Genau dieses Guthaben wird bei einer Kapitalauszahlung bei Erreichen des vereinbarten Lebensalters sofort ausgezahlt. Bei einer lebenslangen Leibrente wird genau dasselbe Guthaben (verzinst) auf die restliche statistische Lebenserwartung verteilt.
Bei ca. 80 % aller Menschen ist es sehr wahrscheinlich, dass sie diese statistische Lebenserwartung zumindest annähernd auch erreichen - sie bekommen also genau dasselbe Guthaben ausgezahlt. Nur gibt es einen wesentlichen Unterschied: Insbesondere Beiträge in Leibrentenverträge werden oft stärker subventioniert, man muss also weniger aufwenden, um das besagte Guthaben anzusparen.
Sie sollten sich also zuerst sehr genau die Frage stellen, ob es irgendwelche Gründe gibt, die dafür sprechen, dass Sie nicht so alt werden, wie die meisten anderen Menschen auch. Nur dann sollten Sie als Basis-Auszahlungsart die Leibrente meiden.
Als Auszahlungsarten kommen somit neben der reinen Kapitalauszahlung im Wesentlichen in Betracht:
Die Leibrente, also ein regelmäßig gezahlter Betrag, der gleichbleibend oder jährlich steigend (fallend ist in vielen Bereichen nicht zulässig) vereinbart werden kann. Wird zusätzlich eine Rentengarantiezeit vereinbart, wird die Leibrente ebenfalls nur bis zu Ihrem Ableben, mindestens aber für die besagte Rentengarantiezeit (dann an die benannten Bezugsberechtigten) ausgezahlt. Diese Rentengarantiezeiten sind in verschiedenen, teilweise subventionierten Bereichen nicht zulässig.
Zusätzlich zur Leibrente lässt es beispielsweise die Riester-Förderung zu, bei Renteneintritt über maximal 30 % durch Kapitalauszahlung oder abgekürzte Leibrente zu verfügen.
Die abgekürzte Leibrente wird ebenfalls nur solange gezahlt, wie Sie leben, jedoch grundsätzlich nur einen kürzeren Zeitraum als Ihre statistische Lebenserwartung. Es gibt also mehr Geld, dafür aber kürzer.
Auch die abgekürzte Leibrente kann mit einer Kapitalauszahlung kombiniert werden, so dass ein Teil des Guthabens bereits bei Renteneintritt gezahlt wird, der Rest auf mehrere Jahre verteilt.
Entscheidend für die richtige Wahl der Auszahlung ist also Ihre voraussichtliche Lebenserwartung und Ihr Wunsch, wie stark Sie gefördert werden wollen. Die besten Chancen haben Sie mit einer Leibrente. Warum ist das auch noch so?
Entscheiden Sie sich für die Leibrente, untersuchen wir automatisch auch, ob es vielleicht sogar steuerlich und sozialversicherungsrechtlich vorteilhafter ist, wenn Sie schneller (abgekürzte Leibrente und Kapitalauszahlung) zu Ihrem Geld kommen. Die Analysebreite ist hier also am größten.
Entscheiden Sie sich für die abgekürzte Leibrente, untersuchen wir automatisch auch, ob es vielleicht sogar steuerlich und sozialversicherungsrechtlich vorteilhafter ist, wenn Sie noch schneller (also durch Kapitalauszahlung) zu Ihrem Geld kommen.
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